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Vitiligo (Weißfleckenerkrankung):

Ursache:

Für die Vitiligo sind keine sicheren Auslösefaktoren bekannt. Es werden unterschiedliche Ursachen diskutiert:

  • genetische Ursachen
  • autoimmune Prozesse (der Körper arbeitet gegen seine eigenen Zellen)
  • oxidativer Stress (Körper hat weniger Enzyme um H2O2 abzubauen)
  • neurogene Faktoren (veränderte Nerveneiweißstoffe)
  • Zytokin-Wachstumsfaktor-Ungleichgewicht
  • Melanozytorrhagie (Pigmentzellen gehen schneller unter)

 

Diagnostik:

Es gibt keine speziellen diagnostischen Möglichkeiten, um eine Vitiligo zu erkennen. Manchmal kann die Bestimmung von einem Schilddrüsenhormon (TSH) sinnvoll sein, seltenst ist eine Gewebeprobe erforderlich.

 

Therapie:

Als Therapie kommen unterschiedliche Ansätze in Frage:

  • Lichtschutz, damit die gesunde Haut weniger dunkel wird, dadurch geringerer Kontrast
  • Lichtschutz, um die kranke, sehr lichtempfindliche Haut zu schützen
  • Kortison Creme, stark, um eine mögliche Entzündung zu unterdrücken
  • Tacrolimus: ähnlich wie Kortison Creme, allerdings weniger Nebenwirkungen (off label use [nicht zugelassen])
  • Depigmentierungscreme: Aufhellung dunklerer Anteile
  • Operation: Verpflanzung von pigmentierten Zellen in depigmentierte Areale
  • UV-Therapie, 311 nm, v.a. für kleinere Areale
  • PUVA-Therapie: Vorbehandlung mit einer Creme, dann ca. 1 Stunde später Lichtbehandlung
  • Excimer-Lichttherapie: intensive Behandlung mit Licht 308-311 nm
  • Polypodium Leucotomos Extrakt (PLE): keine sicheren wissenschaftlichen Untersuchungen
  • Kombinationstherapie aus verschiedenen Optionen

Alle Behandlungsmaßnahmen können, müssen aber nicht zu einer Verbesserung führen. Repigmentierungen von über 50% sind möglich, können aber fleckig ausfallen.

Leider werden nur wenige Therapien von den gesetzlichen Krankenkasse getragen.